Wir sind gegen diese Mauer

Die Betreiber des Bodeparks in Stassfurt haben offensichtlich aus der Geschichte nicht´s gelernt. Mit Mauern löst man keine Probleme. Da hilft es auch nicht, wenn man eine Betonmauer im Nachhinein noch verschönern oder sie als Werbeträger nutzen will. Sicherlich ist Alkoholismus eine Problem der Gesellschaft. Aber nicht, wie es uns Die Linke glauben machen will, ein Problem das erst nach der Wende auftrat

Dabei sind Therapie- und Arbeitsangebote sicherlich ein Mittel, diese Personen vom sozialen Abstellgleis zu holen. Aber ein Patentrezept ist das auch nicht. Denn nur wem geholfen werden will, dem kann auch geholfen werden.

In diesem konkretem Fall geht es aber gar nicht um die Beseitigung dieser großen sozialen Probleme, sondern einzig um die Tatsache, ob es angemessen und zumutbar ist, dass sich der Kaligarten zu einem Treffpunkt entwickelt hat und dieser Anblick durch eine Mauer für die Bodepark-Besucher beseitigt werden soll. Grundsätzlich ist es schön, wenn öffentliche Plätze auch genutzt werden. Egal von wem. Aber wer seine Notdurft dort verrichtet oder andere Bürger belästigt, muss auch zur Verantwortung gezogen werden. Dabei dürfen Alkoholismus oder soziale Bedürftigkeit nicht als Entschuldigung herhalten. Wer sich an die Regeln hält, soll auch den Kaligarten nutzen dürfen.

Aber warum sitzen denn diese Personen im Kaligarten? Weil es dort so schön ist, oder weil im Netto-Markt der Nachschub günstig zu bekommen ist? Es ist schon scheinheilig, wenn ich Alkohol verkaufe und mich dann gleichzeitig darüber aufrege, dass er vor meiner Tür auch konsumiert wird. Hier ist der Betreiber mit seinen Mietern selbst in der Verantwortung. Jeder Händler kann selbst entscheiden, an wem er was verkauft. Dies fängt an über ein bestimmtes Sortiment und geht bis zum Hausverbot. Aber mit den Alkoholikern gute Geschäfte machen und dann von der Stadt zu verlangen, dass sie für die Folgen gerade steht, ist eine höchst einseitige Betrachtungsweise.

Für viel Geld wurde gerade in diesem Bereich das Stadtbild verschönert, wovon auch der Bodepark profitiert. Eine Mauer passt da nicht hin und gehört wieder beseitigt. Erst recht, wenn der Bodepark selbst eine Mitschuld am Alkoholkonsum in diesem Bereich hat.

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