ECHO zur vermeintlich geplanten Schleifung der Gartenanlage in Förderstedt zugunsten der Ansiedlung von „McDonald und Shell“ in Brumby

Marco Kunze (CDU), Landwirt aus Förderstedt

Warum die Stadtverwaltung Staßfurt das Thema „Schleifung der
Gartenanlage 1920“ nicht beendet, ist  unverständlich. Die Investoren (McDonald
und Shell) haben es doch klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie
keinen Kleingärtner in Förderstedt vertreiben werden! Das
ist eine verständliche Aussage und dieses Bekenntnis gilt es einfach umzusetzen.
Es ist doch schließlich die Angelegenheit des Investors, wo und wie er die
Ausgleichsmaßnahmen plant und umsetzt. Der Investor trägt auch die Verantwortung
für solche Entscheidungen.

Ich als Landwirt bin kein Befürworter
der Ansiedlung von McDonald und Shell auf dem heimischen Ackerland, der das
Wertvollste ist, was es gibt. Boden ist ein traditionsreiches Gut und seit
Menschengedenken Quelle unserer Ernährung. Die Reichsbodenschätzung gab der
Löss-Schwarzerde in der Magdeburger Börde, wo auch Brumby dazugehört, die höchste
Kennzahl, also bestes Ackerland!

 

In Deutschland werden
etwa 80 Hektar Ackerland täglich durch Baumaßnahmen und Infrastrukturprojekte
zugebaut bzw. vernichtet. Das kann sich die Gesellschaft, auch angesichts der
großen Herausforderungen die sie an die Landwirtschaft stellt, nicht mehr
leisten. Boden ist die Bedingung für die Erzeugung unserer Lebensgrundlagen.
Jeder Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche ist kostbar! Der Versuch, aus
einer bewirtschafteten Kleingartenanlage in Förderstedt, Ackerland zu
erzeugen, um somit der vermeintlichen Bebauung auf Ackerland durch
McDonald und Shell zu begegnen, ist absurd.

 

Die Gesellschaft kann auf
diesen geplanten
„Autohof“ an der Autobahnabfahrt Brumby/ Förderstedt, bestehend aus
McDonald und einer Shell Tankstelle, gut und gern verzichten.

 

Andere Städte und Gemeinden haben das
erkannt.

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Marco Kunze

Kommentar schreiben

Kommentare: 0